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Projekte

Vor dem Hintergrund des einschneidenden Charakters der Finanzmarktkrise seit 2007/2008 zielt das Projekt auf die Analyse des Verhältnisses von Staat, Gesellschaft und dem Finanzsektor als Faktorenkomplex, der die Bedingungen geschaffen hat, unter denen die Finanzmarktkrise möglich wurde. Um die Ursachen der Finanzkrise grundlegend zu untersuchen, werden die unter­schiedlichen Rollen des Staates als Regulierer, Leistungsanbieter, Eigentümer und demokratischer Akteur in einer längerfristigen Perspektive untersucht.

In vier Teilprojekten wird analysiert, wie Risikowahrnehmungen das Verhältnis des Staates (in diesen verschiedenen Rollen) zur Gesellschaft und zum Finanzmarkt geprägt haben – und wie gleichzeitig dieses Verhältnis die Risikowahrnehmung geprägt hat. Hierzu nimmt das Projekt eine Perspektive ein, die die Entwicklung der zwei Dekaden vor Beginn der Finanzmarktkrise 2007/2008 einschließt. Analysiert werden Anpassungen nationaler Policies, Regulierungen und des Bankensystems an den Finanzsektor vor dem Hintergrund der (begrenzten) Handlungsfähigkeit des Staates sowie der wahrgenommenen Risiken (und Chancen) des Finanzmarktsek­tors. Untersucht werden

  • die öffentlichen »Images« der Finanzmarktregulierung und deren Veränderung im Zeitverlauf sowie die Auswirkungen der öffentlichen Wahrnehmung von Finanzmarktregulierung auf die Regulierungsbehörden,
  • das Zusammenspiel zwischen Rentenpolitik und Finanzmarkt,
  • die Rolle öffentlicher Banken als Ursache und Lösungsbeitrag zur Bewältigung von Finanzmarktkrisen und
  • die Bedeutung des politischen Wettbewerbs für die Reformfähigkeit von Nati­onalstaaten im Finanzmarktsektor.

Gleichzeitig sollen im Laufe des Projekts Querverbindungen und Wechselwirkun­gen zwischen den unterschiedlichen Rollen des Staates im Verhältnis zu Finanz­markt und Gesellschaft aufgezeigt werden.

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
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2019
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