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Idee

DEEN

About the Idea of this Website

The Website »Financial System and Society« is an information and networking platform for social scientists who are interested in research on banking and financial markets, but also for journalists, politicians, financial actors and the broader public.

On the one hand, it aims to promote the funding initiative »Financial System and Society«, funded by the Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), and to inform the scientific community and interested others about our research findings.

On the other hand, it provides information about relevant publications, reviews, presentations and lectures, conferences, workshops, and calls for papers in a German speaking, but also international research context.

 

Who is behind it?

The Website is part of the BMBF-funded research project »Financial System and Society«. The editorial office is located at the Oswald von Nell Breuning-Institute for Business and Societal Ethics, which is part of the Phil.-Theol. Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main, Germany.

About the Funding Initiative »Financial System and Society«

The 2008 financial and debt crisis still affects many European countries and poses big challenges. Strong economic, social and political dislocations threaten Europe’s social cohesion and political unity.

Although being rooted in a deep structural change in the financial system and its modified interplay with other societal spheres, a profound analysis of the financial crisis and these intertwining developments is still missing. But without a manifold survey, the potential solutions to the crisis‘ effects and consequences remain highly vague.

A deeper understanding of the causes and consequences of the financial crisis requires research approaches that go beyond the insights of (financial) economics. The BMBF funding initiative »Financial System and Society« thus fosters a broader perspective which takes into account a plurality of theories and methodologies from different social sciences. This seems particularly necessary, because the financial system’s and societal changes are deeply intertwined. The structural change of the financial system in the last decades goes back to a fundamental change in its meaning for the economy, politics and society. Many structures that are seen as the main causes of today’s crisis result from past efforts to solve socio-political problems. For instance, originally, the deregulation was supposed to foster the easy access to global financial markets for corporations and governments, as well as to support economic growth and employment and a quick modernization for poor regions and countries.

Simultaneously, the risks of the growing private and public actors’ debts, of the financial market’s volume expansion and of the growing complexity of financial instruments were mostly repressed. Many actors believed that the boom of the financial markets would proceed forever and that a major crisis could be prevented (»this-time-is-different-syndrome«). The fall of Lehman brothers became a symbol for the fragility and instability of the global financial system and brought to uncover this big misjudgment.

The funding initiative »Financial System and Society« allows sociologists, economic historians, political scientists, business ethicists, and economists to contribute to a better understanding of the forms and causes of the structural change of the financial system as well as of its interplay with other social spheres (e.g. the »real«-economy, politics, welfare services, sciences and the civil society). The scientists seek to explain how economic, social, political, and cultural developments relate to the interplay of finance and society and to provide reform ideas for political, economic and civil-society actors. Running from 2015 to 2018, the funding initiative’s eight research projects (including two research groups) are located in ten different German cities.

For the project descriptions please click here.

Über das Inhaltliche Konzept
dieser Website

Die Website »Finanzsystem und Gesellschaft« ist ein Informations- und Vernetzungsportal für alle SozialwissenschaftlerInnen, die sich in ihrer Forschung mit dem Thema Banken und Finanzmärkte beschäftigen, aber auch für JournalistInnen, PolitikerInnen, PraktikerInnen der Finanzwirtschaft und eine interessierte Öffentlichkeit.

Sie dient einerseits dem Ziel, die Förderinitiative »Finanzsystem und Gesellschaft« des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bekanntzumachen sowie über die Forschungsergebnisse der einzelnen Projekte zu informieren und sie für eine interessierte (Fach-)Öffentlichkeit leichter zugänglich zu machen.

Andererseits berichtet sie auch darüber hinaus über relevante Neuerscheinungen und Rezensionen sowie über einschlägige Vorträge, Tagungen, Workshops, Call for Papers und Konferenzen sowohl aus dem deutschsprachigen als auch aus dem internationalen Forschungskontext.

 

Wer steht dahinter?

Die Website ist ein Bestandteil der vom BMBF finanzierten Förderinitiative »Finanzsystem und Gesellschaft«. Die Redaktion ist am Oswald von Nell Breuning-Institut für Wirtschafts- und Gesellschaftsethik der Phil.-Theol. Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt am Main angesiedelt.

 

Über die Förderinitiative »Finanzsystem und Gesellschaft«

Die Bewältigung der nun fast acht Jahre währenden Finanz- und Schuldenkrise stellt Europa vor große Herausforderungen. Schwere wirtschaftliche, soziale und politische Verwerfungen bedrohen den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die politische Einheit Europas.

Obwohl die Finanzkrise auf einen tiefgreifenden Strukturwandel des Finanzsystems sowie auf ein verändertes Zusammenwirken des Finanzsektors mit anderen gesellschaftlichen Teilbereichen zurückgeht, fehlt eine fundierte Analyse dieser ineinandergreifenden Entwicklungen. Ohne eine pluri-perspektivische Bestandsaufnahme sind jedoch die Wirkungen aktueller Lösungsversuche, mit denen die Politik auf akute Krisenphänomene reagiert, höchst unsicher.

Ein fundiertes Verständnis von Ursachen und Folgen der Finanzkrise erfordert Herangehensweisen, die über die Einsichten der gegenwärtig in den Wirtschafts- und Finanzwissenschaften dominierenden Ansätze hinausgehen. Deshalb ist die vom BMBF geförderte Forschungsinitiative »Finanzsystem und Gesellschaft« einer Pluralität sozialwissenschaftlicher Theorien und Methoden verpflichtet. Eine Weitung der Perspektive auf gesellschaftswissenschaftliche Ansätze ist vor allem aufgrund der Wechselwirkungen zwischen Veränderungen des Finanzsystems und anderen gesellschaftlichen Veränderungen geboten. So ist der Strukturwandel des Finanzsystems eng damit verbunden, dass sich die Bedeutung des Finanzsektors für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert hat. Viele Strukturen, die heute als Ursache der Krise angesehen werden, sind das Ergebnis von Bemühungen, mit denen ursprünglich gesellschaftspolitische Herausforderungen gelöst werden sollten. Die Deregulierung der Finanzmärkte in den 1990er Jahren zum Beispiel sollte auch in Europa den Unternehmen und Regierungen den Zugang zu den globalen Finanzströmen erleichtern, Wirtschaftswachstum und Beschäftigung ankurbeln und wirtschaftlich schwächeren Regionen und Ländern eine zügige Modernisierung erleichtern.

Die Risiken jedoch, die mit der starken Verschuldung privater und öffentlicher Akteure, der zügigen Expansion der Finanzvolumina und der Komplexitätssteigerung der Finanzierungsinstrumente verbunden waren, wurden weithin verdrängt. Auf vielen gesellschaftlichen Ebenen machte sich die Einschätzung breit, dass der Boom der Finanzmärkte dauerhaft fortgeschrieben und krisenhafte Einbrüche dieses Mal vermieden werden könnten (»This-time-is-different-Syndrom«). Zu einer panikartigen Revision dieser Fehleinschätzung kam es durch die Insolvenz von Lehman Brothers, die zum Symbol für die Fragilität und Instabilität des globalen Finanzsystems wurde.

Im  Rahmen der Förderinitiative »Finanzsystem und Gesellschaft« verfolgen SoziologInnen, WirtschaftshistorikerInnen, PolitikwissenschaftlerInnen, WirtschaftsethikerInnen und ÖkonomInnen von 2015 bis 2019 in acht Projekten (darunter zwei Projektverbünden) an zehn Standorten in Deutschland das gemeinsame Ziel, zu einem besseren Verständnis der Form und der Ursachen des finanzwirtschaftlichen Strukturwandels sowie der Wechselwirkungen des Finanzsystems mit anderen gesellschaftlichen Teilbereichen (der »Real«-Wirtschaft, der Politik, den sozialen Sicherungssystemen, der Wissenschaft und der Zivilgesellschaft) beizutragen. Sie wollen Erklärungsansätze für bereits eingetretene oder noch zu erwartende wirtschaftliche, soziale, politische und kulturelle Entwicklungen im Spannungsfeld von Finanzsystem und Gesellschaft liefern und Reformideen für politische, wirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Akteure bedenken.

Die Beschreibung der einzelnen Projekte finden Sie hier.

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

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